Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Multilateralismus, Klimaschutz, gemeinsame Werte: Das zweite EU-CELAC Ministertreffen in Brüssel

EU-CELAC Ministertreffen am 16./17.07.2018

EU-CELAC Ministertreffen am 16./17.07.2018, © Europäische Union

17.07.2018 - Artikel

"Wir sind vereint durch unsere Völker, verbunden durch unsere Wirtschaft und aneinander gebunden durch unsere gemeinsamen Werte", so die Hohe Vertreterin der EU Federica Mogherini bei der abschließenden Pressekonferenz der Zeiten EU-CELAC Ministertagung. Vom 16. bis zum 17. Juli 2018 trafen sich die 61 Staaten der Europäischen Union, der Karibik-Staaten und der lateinamerikanischen Staaten in Brüssel unter dem Motto: "Building bridges and strengthening our partnership to face global challenges". Bi-regional wollen die beiden Kontinente, die gemeinsam mehr als eine Milliarde Menschen des Planeten ausmachen, in verschiedensten Bereichen miteinander kooperieren und neue Formen des Dialogs schaffen. Bereits jetzt ist die EU der größte Investor in der Region. Mit der angestrebten Finalisierung des Handelsabkommens zwischen der EU und Mercosur wolle man dem aktuellen Trend zum Protektionismus entgegenwirken und die Rolle der World Trade Organisation (WTO) stärken, so Mogherini. Zudem berge die Zusammenarbeit der EU mit der Pacific Alliance große Potentiale, vor allem wirtschaftliche. Bereits jetzt seien 92% aller Güter von allen Zöllen und Abgaben befreit, in 12-14 Jahren wolle man den gemeinsamen Markt vollenden. Neben der Stärkung des regelgestützten Freihandels bekannten sich die EU-CELAC Mitgliedsstaaten auch zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung. Im Angesicht der Klimakonferenz „COP24“ in Polen wolle man sich zusammen für die Umsetzung des Pariser Abkommens einsetzen. Alle Staaten sprachen sich für eine nachhaltige Politik im Rahmen der Agenda 2030 aus. Aufmerksam gemacht wurde beim EU-CELAC Treffen auch auf die Krisen in Venezuela und Nicaragua. Das Ende der Gewalt und die Rückbesinnung auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie seien dringend notwendig. Am Ende des Treffens verabschiedeten die AußenministerInnen und VertreterInnen eine gemeinsame Erklärung, die auf zehn Seiten nun den Rahmen für die künftige Zusammenarbeit setzen soll. Neben den Kernthemen der Tagung adressiert die Erklärung eine Vielzahl aktueller Themen über Migration, Nichtverbreitung, Menschenrechte, Forschung und Innovation bis zum bi-regionalen institutionellen Rahmen.

nach oben